Seelsorger und Historiker Pater Maximilian ist mit der Vespa flott unterwegs

Name: Pater Maximilian Schiefermüller

Kommt aus: Bad Zell

Lebt in: Admont/Steiermark

Obwohl sich Maximilian Schiefermüller schon als Jugendlicher in der Pfarre Bad Zell engagierte und an einem Leben im Dienst der Kirche Interesse zeigte, war keineswegs klar, dass er einmal Geistlicher werden wird. Als der heute 41-Jährige im Zuge des Geschichte- und Theologiestudiums in Salzburg mit den Benediktinern in Kontakt kam und später ins Stift Admont in die Steiermark eingeladen wurde, stellte sich aber rasch heraus, dass das für den Mühlviertler der richtige Weg war.

Im Jahr 2002 ist der Sohn eines Autohändlers mit „zwei linken Händen für diesen Beruf“ in den Orden eingetreten und seither jenseits des Pyhrnpasses als Seelsorger und Bibliothekar bzw. Archivar tätig. Mittlerweile fungiert der gebürtige Bad Zeller als Prior im Stift Admont und führt gemeinsam mit dem Abt die Geschäfte. Eine große Aufgabe, beschäftigen die 23 Benediktiner doch im Forst, dem Weingut, der Kfz-Werkstätte, der Küche, der Wäscherei und dem Museum insgesamt 600 MitarbeiterInnen. Dazu kommen noch die Kirche und das Gymnasium. Zwischen 60.000 und 70.000 BesucherInnen strömen pro Jahr ins steiermärkische Ennstal am Beginn des Nationalparks Gesäuse, um hier vor allem die weltgrößte Stiftsbibliothek zu besichtigen.

Mit der alten Heimat nach wie vor eng verbunden

Trotzdem findet Pater Maximilian Zeit, um die Familienbande und Freundschaften in Bad Zell zu pflegen. Außerdem ist er „Haushistoriker“ des Mühlviertler Kurortes und Mitglied im so genannten Hedwigsausschuss. Nach wie vor ist der Hauptplatz von Bad Zell, wo er aufgewachsen ist und sich die Menschen treffen, sein Lieblingsplatz. Die Verbundenheit mit seiner alten Heimat wird auch durch zahlreiche Besuche an seiner neuen Wirkungsstätte gestärkt, sogar ganze Busgruppen von WallfahrerInnen melden sich für einen Besuch seiner Pfarrkirche Frauenberg an. „Führungen im Stift gehen sich aber leider zeitlich kaum noch aus“, sagt der 41-Jährige. Der Garten in Frauenberg ist auch der persönliche Kraftplatz des Priors.

Wie einst Don Camillo mit dem Fahrrad ist heute Pater Maximilian mit der Vespa flott unterwegs. Auch Reisen unternimmt er gerne, wobei es dem Mühlviertler vor allem Irland angetan hat. „Hier kann ich so richtig zur Ruhe kommen. Außerdem mag ich das Wetter auf der Insel.“ Als Historiker und Bibliothekar liest er natürlich gerne, interessiert sich aber auch für Musik, Kunst und Kultur allgemein. Wenn der Prior selbst zum Kochlöffel greift, steht oftmals etwas indisches auf dem Programm, ansonsten bevorzugt er die gute alte Mühlviertler Hausmannskost wie etwa Hascheeknödel oder ein Kalbsbeuschel.

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