Inge Hauser illustriert Postkarten, die sie in alle Welt verschickt

Name: Inge Hauser

Kommt aus: Gallneukirchen

Lebt in: Pinggau/Steiermark

„In Gallneukirchen ist meine Heimat, in Pinggau in der Steiermark bin ich zu Hause“, sagt Inge Hauser. Nach 17 Jahren als Sozialpädagogin hat die Mühlviertlerin ihre Liebe zum Schreiben und Illustrieren wiederentdeckt und sich mit der Kunstfigur Lotta #daskartenmädchen einen Herzenswunsch erfüllt. Unter diesem Namen verschickt sie selbst illustrierte Postkarten an Menschen, die sie kennt oder für Menschen, die selber keine schreiben möchten.

Ihre Zeit mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen möchte Inge Hauser auf keinen Fall missen. Angestellt beim Magistrat Wien unternahm die Pädagogin fast zwei Jahrzehnte lang mit ihren Schützlingen unzählige Outdoor-Aktivitäten wie Floßfahrten, Kanutouren, Mountainbiken, Wandern und Klettern in ganz Europa. Nach 17 Jahren hatte sie aber vom ständigen Koffer ein- und anschließend wieder auspacken genug und begann, sich beruflich neu zu orientieren. Zunächst schaute sich die gebürtige Gallneukirchnerin aber die Welt an – unter anderem ihr Lieblingsland Neuseeland, das sie insgesamt vier Mal besuchte und wo auch das Manuskript für ihr Kinderbuch entstand. Nach der Rückkehr nach Österreich erinnerte sich Inge Hauser ihrer Liebe zum Schreiben und Zeichnen und absolvierte den Lehrgang Buchgestaltung in St. Pölten. Dort setzte sie für sich ihr Buch als Diplomarbeit um. Sie verlegte ihren Wohnsitz von Hinterbrühl in Niederösterreich nach Pinggau in der Steiermark, wo die 49-Jährige zwar bescheiden lebt, aber dafür in dieser ländlichen Gegend ihrer Kreativität freien Lauf lassen kann.

 Christbaumbäuerin als Haupteinkommensquelle

„Meine Lebensgrundlage bildet die Christbaumkultur meines Vaters, der in Unterweitersdorf einen Hektar Wald besitzt. Wir bewirtschaften diesen gemeinsam. Deshalb fahre ich auch einmal pro Monat zur Waldpflege ins Mühlviertel und besuche meine Eltern“, sagt Inge Hauser. Während der restlichen Zeit widmet sie sich aber ihre großen Liebe, dem Gestalten von Kunstkarten. Als „Kartenmädchen Lotta“ verschickte sie diese zunächst an Freunde, später dann auch an Menschen in aller Welt. „Mir gefällt einfach diese Art der Kommunikation, die in Zeiten von E-Mail und SMS immer weniger wird.“ Oftmals haben sich auf diese Weise Freundschaften gebildet, Antworten in Form von Postkarten hat sie jedenfalls zahlreiche bekommen. Die Mühlviertlerin gestaltet aber auch Auftragskarten und ihre Werke waren bereits bei mehreren Ausstellungen zu sehen. Noch im Projektstadium befindet sich die Gestaltung eines so genannten Silent Books, das zur Gänze ohne Text auskommt.

 

Inge Hauser illustriert Postkarten, die sie in alle Welt verschickt.
(c) privat

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