Christine Aumayr-Pintar hat Chance in Irland genutzt

Name: Christine Aumayr-Pintar

Kommt aus: Hagenberg

Lebt in: Dublin

 

Mit Österreichs Beitritt zur Europäische Union hat sich auch die Chance, in einem der Mitgliedsländer einen attraktiven Job zu bekommen, deutlich erhöht. Zu den vielen ÖsterreicherInnen, die diese Chance genutzt haben, zählt auch die Hagenbergerin Christine Aumayr-Pintar. Nach der Matura in Linz und dem Volkswirtschafts-Studium in Graz heuerte die Mühlviertlerin zunächst beim Joanneum Research in der Steirischen Hauptstadt an und beschäftigte sich vier Jahre lang mit dem Thema Regionaler Arbeitsmarkt. Als im Jahr 2009 ein Job bei Eurofound, der europäischen Stiftung für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Europa, ausgeschrieben wurde, bewarb sie sich und bekam die Stelle als Forschungsmanagerin in Irlands Hauptstadt Dublin. „Ich wollte immer schon für eine internationale Organisation arbeiten und dachte mir, ich schau mir das in Irland ein bis zwei Jahre an“, erzählt die 39-Jährige.

Rückkehr nicht ausgeschlossen

Geworden sind daraus bislang elf Jahre, auch weil ihr Mann, ein aus der Steiermark stammenden praktischer Arzt, mitgekommen ist und die Familie auf vier Köpfe angewachsen ist. „Wir leben in einem Haus in einem Vorort von Dublin direkt am Meer, das nicht weit weg von meinem Büro ist“, sagt Aumayr-Pintar. Während sich die Tochter schon als Irin fühle, meint der Sohn – mit beiden Kindern wird zu Hause Deutsch gesprochen – er sei Österreicher. Eine Rückkehr in die Heimat ist für die EU-Beamtin aber nicht ausgeschlossen, im vergangenen Jahr hat ihr Ehmann sogar schon kurz überlegt, eine frei gewordenen Kassenstelle im Mühlviertel zu übernehmen.

Die Familie verbringt pro Jahr zwei bis drei Urlaube in Österreich – kürzlich in der Südsteiermark – und nutzt die Zeit, um die Familie zu besuchen. Auch das Baden bei vergleichsweise hohen Temperaturen steht bei den Kindern natürlich hoch im Kurs. „Wir freuen uns immer riesig auf eine Frittatenensuppe und ein Schnitzel“, schmunzelt Christine Aumayr-Pintar, die sich in Irland aufgrund ihres Berufes in einem sehr internationalen Umfeld bewegt. Viele Bekannte stammen aus anderen EU-Ländern. Für den Herbst hofft sie, dass die Schulen wieder öffnen, denn im Home-Office zu arbeiten und gleichzeitig zwei Kinder zu betreuen, sei eine riesige Herausforderung. Von der grünen Insel hat die Familie in den vergangenen elf Jahren schon viel gesehen, aber im Norden des Landes gebe es noch einige weiße Flecken. Und den Austausch mit der Austrian-Irish-Society pflegt die Familie Aumayr-Pintar auch und nimmt gelegentlich an Wanderausflügen und Stammtischen teil. Von den Iren und Irinnen ist die Mühlviertlerin angetan: „Ein sehr freundliches und offenes Volk“.

Christine Aumayr-Pintar
(c) privat

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